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Pater Binod geht nach Hause

 

„Blühe, wo du gepflanzt bist!“ Dieser Spruch meines Ordenspatrons galt auch für mich. Hier in Spalt, Großweingarten und Theilenberg war ich die letzten fünf Jahre gepflanzt. Aber jetzt ist es Zeit, Abschied zu nehmen und mich neu zu „pflanzen“.

Abschied ist immer schwer und auch für mich ist es nicht leicht, weil Sie mir alle so sehr ans Herz gewachsen sind. Mein Dienst endete hier bereits am 30. April 2018.  Bei Ihnen habe ich ein Stück Heimat gefunden, denn die Akzeptanz und die Anerkennung von Ihnen war sehr wohltuend. Ich danke Gott, dass ich die letzten 12 Jahre in Deutschland und fünf Jahre davon hier Dienst tun durfte. Ich danke aber auch Pfarrer Josef Mederer für die gute Zusammenarbeit und freundliche Unterstützung. Ein herzlicher Dank gilt auch  den Organisten, den Ministranten, den Pfarrsekretärinnen, den Mesnern, den Kirchenverwaltungen sowie den Pfarrgemeinderäten. Sehr gefreut haben mich aber auch die vielen Einladungen aus der Kirchengemeinde, gaben Sie mir doch die Möglichkeit, einander besser kennenzulernen. Dafür sei Ihnen sehr herzlich gedankt.

Nun will ich Ihnen auch sagen, was mich erwartet: In Indien werde ich ab 27. Mai eine Pfarrstelle übernehmen mit etwa 1000 Gläubigen. Möge Gott mir seinen Segen auch weiterhin geben. Sollten Sie einmal Sehnsucht nach Indien verspüren, so möchte ich Sie herzlich einladen: Kommen Sie nach Kerala in Südindien, es ist ein wunderschönes Land. Wenn Sie mir schreiben mögen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  . Ich würde mich freuen. Wenn Sie gerne meine neue Pfarrei kennenlernen möchten: www.sfschurchvattiyoorkavu.com

Es grüßt Sie herzlich Ihr Pater Binod MSFS

Erste Änderungen der Gottesdienstordnung

 

Mit der Verabschiedung von Pater Binod muss automatisch eine Änderung der Gottesdienste erfolgen, die darin besteht, in allen drei Pfarreien den Sonntagsgottesdienst und einen Großteil der Werktagsgottesdienste zu sichern. Da nach der offiziellen Stellenbeschreibung ein Geistlicher für unsere Spalter Pfarreiengemeinschaft vorgesehen ist, wird kein Ersatz für Pater Binod aus dem Hut gezaubert. Das bedeutet automatisch, dass wir die Sonntagsgottesdienste in Spalt reduzieren müssen, damit das „Einmannunternehmen Pfarrer Mederer“ alle drei Pfarreien Wochenende für Wochenende versorgen kann. Wenn keine triftigen Gründe dagegen sprechen, wechseln wir in den drei Pfarreien ganz regelmäßig die Gottesdienstzeiten „Vorabendmesse“, Frühmesse um 8:30 Uhr und die 10:00 Uhr – Messe durch.

Für die Werktagsabendgottesdienste zählt ab jetzt, dass sie alle zur gleichen Zeit, um 19:00 Uhr stattfinden, damit ich den Abend noch für Tauf- und Brautgespräche zur Verfügung habe.

Große Probleme bereiten uns die Prozessionen: bei gleichzeitig 2 Prozessionen ab 8:30 Uhr ist es unmöglich, die dritte Pfarrei um 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst zu versehen. Heuer lösen wir das Problem an Himmelfahrt dadurch, dass ich in Theilenberg vor der Flurprozession den Gottesdienst halte, und diese dann in die Hand des Mesners gebe.

Ab nächstes Jahr werden wir die Flurprozessionen am Sonntag vor Himmelfahrt halten, damit der Charakter dieses Festes wieder zum Vorschein kommt. Mit einer Vorabendmesse lassen sich dann die 3 Sonntagsgottesdienste abdecken. (Die beiden kleinen Pfarreien werden alternierend eine Vorabendmesse bzw. im Jahr darauf eine Prozession haben.)

Auch Spalt muss sich fragen lassen: sind 3 Bittprozessionen (nach Hagsbronn, die Markusprozession, die Pfingstprozession) noch zeitgemäß? Wieviele Teilnehmer sind noch Bauern und haben wirklich das Anliegen um gedeihliches Wetter? Und wie viele halten die Pfingstprozession wirklich auch von Anfang bis zum Ende durch?

An dieser Stelle möchte ich mich bei Pfr. i. R. Johannes Forster ganz herzlich für seine starke Unterstützung danken; ein Stück weit baue ich auch weiterhin auf ihn; aber: Johannes ist dazu weder in irgendeiner Weise verpflichtet, noch kann ihm sein Bruder Leib die Garantie geben, dass er sich weiterhin körperlich so wohl fühlt wie derzeit. Ich wünsche ihm diese Gesundheit. Aber es ist seine persönliche Entscheidung, wie stark er sich in seiner Mithilfe in unserem Pfarreienverbund binden lässt.

Sicherlich werden nochmals in der Ferienzeit weitere Einschnitte nötig sein. Bedenken Sie aber bitte, dass wir Pfarrer jetzt schon an der oberen Grenze unserer Möglichkeiten ausgelastet sind und die Kürzungen nicht aus bösem Willen heraus erfolgen.

 

J. Mederer, Pfarrer

 

   

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Montag, 21. Mai 2018 18:49
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