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Es sind die kleinen Rechthabereien,

die eine große Liebe zermürben.

(Max Frisch)

Dieser Kalenderspruch und ein Artikel von Antonia Fuchs mit der Überschrift: Liebe in Zeiten von Corona: In welche Falle Paare jetzt nicht tappen dürfen, haben mich animiert, mich wieder einmal an Sie zu wenden.

Unser Lebenskreis ist eng geworden. Und deshalb kann es durchaus passieren, dass wir ungewollt, unbeabsichtigt oder weil uns genau zur rechten Zeit jemand im übertragenen Sinne seine Füße unterlegt, ihm gehörig auf die Füße treten. Natürlich hängt das immer auch ein wenig vom Typen ab: wenn der eine was zu klären hat, dann fackelt er nicht lange; die Sache wird besprochen und aus der Welt geschafft. Aber gehören wir Franken überwiegend zu diesem Typ? Ich wage es – in Selbsterkenntnis – in Zweifel zu ziehen. Meist verhält es sich doch so wie beim Abfall-Eimer, dass sich da so mancher Unrat und manches Abfallprodukt ansammelt, bis der Eimer voll ist. Wenn es dann zum Crash kommt, dann kommen all die alten Kamellen wieder zum Vorschein und verletzen meist noch mehr, weil man gar nicht mehr das Gefühl der damaligen Situation in sich hat und es deshalb noch stärker als Generalabrechnung empfindet. Meist geschieht dies, wenn man sowieso nicht gut drauf ist. Später tut es uns furchtbar leid, aber gleichzeitig meldet sich die Stimme im Hinterkopf: „Aber wenn ich mich schon zuhause nicht mehr gehen lassen darf?“ Irgendwie hinterlässt diese Ausrede aber einen faden Beigeschmack – nicht nur, weil wir uns selber sagen: „in der Arbeit, gegenüber einem Kollegen, einer Mitarbeiterin hätte ich mir das nicht herausgenommen.“ Wir erinnern uns doch meist auch an früher, an den Start hinein in die Zweisamkeit, an unsere Ideale und vor allem an unsere Liebe zueinander, die uns den Tag über ganz kribbelig sein hat lassen, bis wir uns wieder auf Tuchfühlung daheim befunden haben. Diese Bilder von damals verschaffen uns nochmals ein schlechtes Gewissen, weil wir dem hl. Paulus zustimmen müssen, der im Römerbrief schreibt: „… ich begreife mein Handeln nicht: ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse.“ (Röm 7,15) Er zieht sogar das Resümee: 20 „Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde“ – jener Geist also, der mich willentlich zum Bösen verleitet.

In diesen Tagen, die ganz von der Corona-Pandemie geprägt sind, und in denen wir täglich neue erschreckende Todeszahlen vernehmen, sollten wir mit den Römern sagen: Carpe diem! Pflücke den Tag! Nütze jeden Tag, Jesu Gebot der Liebe in die Tat umzusetzen. Frau Fuchs gibt da auf „web.de“ eine ganze Reihe an Ratschlägen. Ich fasse es jetzt einfach mal so zusammen: Es tut immer gut, Aufmerksamkeit und Lob, ja Zeichen der Liebe zu verschenken. Worte und Gesten kosten nichts, sind aber sehr wirksam!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Kraft und Gottes Segen für ein gutes Miteinander, auch die Kraft, zu verzeihen und zu vergessen!

Heute, am Hochfest der „Verkündigung des Herrn“, dem 25.3., frage ich mich: was wird wohl in 9 Monaten sein? Wie werden wir wohl Weihnachten 2020 feiern? Jedenfalls wissen wir heute schon: Da hat einer den Grundstein unserer unbegrenzten Hoffnung auf das Leben in Fülle gelegt und uns das Wissen zur Erde gebracht: „Gott liebt Dich, sein Ebenbild!“

„Zur Erde kam das Licht vom Licht,

verscheucht die Nacht, besiegt den Tod.

Kommt alle, glaubt und betet an

den Gott im Schoße einer Frau.“

(aus: Hymnus zur 1. Vesper des Hochfestes)

Umsetzung der diözesanen Bestimmungen zum Schutz vor dem Corona – Virus

in der Pfarreiengemeinschaft Spalter Land.

 

 

Liebe Brüder und Schwestern,

große Sorgen bewegen die Menschen hier und auf der ganzen Welt. Allen, die mit dem neuen Virus zu kämpfen haben, gilt unser Mitgefühl und unser Gebet mit dem Wunsch, dass sie gesund werden.

Die staatlichen Notmaßnahmen haben alle das Ziel, der Pandemie Einhalt zu gebieten, dem können auch wir uns als Kirche und Pfarreien in Spalt, Großweingarten und Theilenberg nicht entziehen, denn die Maßnahmen machen nur Sinn, wenn alle sich daran beteiligen, um die Kette der Ausbreitung zu unterbrechen!

Insofern setzen auch wir um, was unser Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB und unser Generalvikar P. Michael Huber vorgegeben haben.

Ab Mittwoch, 18. März, findet deshalb bis vorerst zum 19. April kein öffentlicher Gottesdienst mehr statt. (Ob wir unsere Erstkommunionfeiern, die mit dem 26. April beginnen, – eventuell in „abgespeckter Form“ – feiern können, steht noch in den Sternen. Die Diözese hat bis zum 31. Mai alle Firmungen abgesagt; diese Absage betrifft auch unsere Firmung hier in Spalt!!)

Auch Taufen, Hochzeiten und Requien finden nicht statt, während Krankensalbungen und Beerdigungen – allerdings im kleinen Kreis und unter Berücksichtigung der Hygiene-Maßnahmen – stattfinden dürfen. Ebenso soll das Bußsakrament der Situation angepasst angeboten werden.

Folgende Termine können neben den Gottesdiensten deshalb nicht stattfinden:

So., 22.3.: Jahreshauptfest der Marianischen Männerkongregation

So., 29.3.: Mitgliederversammlung der Kolpingsfamilie

Di., 31.3.: Elternabend der Erstkommunionkinder im JuHe

So., 5.4.: Passionskonzert der Voice-Konnexion

Do., 9.4.: Hauskommunionen in Großweingarten und Spalt

Mo., 13.4.: Emmausgang der Kolpingsfamilie

Zudem werden wir die öffentlichen Bürozeiten einschränken auf den Donnerstag-Nachmittag von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr. Nehmen Sie ansonsten zu den gewohnten Zeiten telefonischen Kontakt auf.

Ich werde Sie alle natürlich ganz bewusst in mein Stundengebet für unsere Pfarreien miteinbeziehen. Außerdem werden wir in Spalt und Großweingarten ganz bewusst die Kirchen offenlassen, damit sie dort zum privaten Gebet vorbeischauen können. Nützen Sie zudem die medialen Angebote von Radio und Fernsehen, um z. B. den Sonntag zu heiligen in der Mitfeier solch eines Gottesdienstes. Wer jetzt in diesen Tagen seiner Gottesdienstpflicht an den Sonn- und Feiertagen nicht einhalten kann, den hat unser Bischof Gregor Maria voraus bereits von dieser Pflicht entbunden.

Mein innigster Wunsch an Sie ist: Gott behüte und schütze Sie!

Ihr Pfr. Josef Mederer

 

https://www.bistum-eichstaett.de/coronavirus/gottesdienstuebertragungen

 

Gedanken zur Fastenzeit

 

Da strahlt das Auge Gottes über die Weltkugel, die von Engeln getragen wird. Ganz oben am Altar bildet sich unser Glaube ab, dass Gott, der Schöpfer, uns nahe ist. Das Auge Gottes wacht über seine Schöpfung. 

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Fastenzeit

 

   

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Samstag, 28. März 2020 07:45
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